Chlamydien - Dr. med. Christoph Bauer

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Chlamydien
Chlamydien sind  die häufigsten sexuell übertragenen Erreger, welche zu chronischen  Unterbauchschmerzen und Unfruchtbarkeit führen können.

Wie  hoch die Infektionsrate genau ist bleibt unklar, denn in Gegensatz zu  anderen Ländern wie etwa Schweden, gibt es in Deutschland keine  Meldepflicht für Chlamydien-Infektionen. Zunächst kann die Infektion  völlig unbemerkt verlaufen, weil Symptome anfänglich fehlen. Das  Immunsystem wehrt sich jedoch mit einer heftigen Entzündungs-reaktion  und zerstört dabei auch gesundes Gewebe, welches  daraufhin vernarbt. So  wird die eigentlich sinnvolle Gegenwehr zur hauptsächlichen Ursache  bleibender Schäden.

Chlamydien  sind vor allem für sehr junge Frauen gefährlich, weil die  lokalen  Abwehrkräfte der Scheide noch unvollständig ausgebildet sind. Dies  betrifft besonders Raucherinnen. So können die Chlamydien in die   Gebärmutter wandern und dort eine Entzündung auslösen. Dies macht sich   teilweise durch vermehrten Ausfluss bemerkbar.

Bleibt  die Erkrankung unbehandelt, gelangen die Erreger weiter in die  Eileiter und in die Bauchhöhle, wo sie zu Verklebung und Vernarbung  führen können.

Unfruchtbarkeit, Eileiterschwangerschaften und chronische Unterleibsschmerzen sind eventuell die Folge.
Eine Chlamydien-Infektion kann mit einem einfachen Abstrich vom Muttermund   schnell und zuverlässig nachgewiesen werden und ist, rechtzeitig   diagnostiziert, mit einem Antibiotikum effektiv zu behandeln.

Bei  der Verdachtsdiagnose einer Chlamydien-Infektion ist es wichtig,  stets  auch den jeweiligen Sexual-partner mit zu untersuchen und   gegebenenfalls zu behandeln.
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