Schwangerschaft - Dr. med. Christoph Bauer

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Dr. med. Christoph Bauer
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Hormon- und Stoffwechselerkrankungen cmi®
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Hormon- und Stoffwechseltherapeut cmi®
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Schwangerschaft
Wenn der  Kinderwunsch erwacht- lernen sie ihren Zyklus kennen. Der  weibliche  Zyklus beginnt am 1. Tag der Regelblutung(Menstruation) und  endet am  Tag vor der nächsten Menstruation.
Ein typischer Zyklus verläuft folgendermaßen:

Während  der  Regelblutung (meist 3-5 Tage) wird die Gebärmutterschleimhaut   abgestoßen. In der ersten Zyklushälfte baut sich die   Gebärmutterschleimhaut wieder neu auf und bereitet sich so darauf vor   einen Embryo aufzunehmen. Während dieser Phase steigt die   Östrogenkonzentration im Blut kontinuierlich an. Darauf folgt der  steile  kurzfristige Anstieg des Hirnanhangsdrüsenhormons LH  (luteinisierendes  Hormon) der ca. 24-36 Stunden später den Eisprung  (Ovulation) auslöst:  Die reife Eizelle gelangt aus dem Eierstock in den  Eileiter und wird  dort befruchtet. Der Eisprung findet typischerweise  ca. 12-14 Tage vor  der nächsten Menstruation statt. Während der  Muttermundschleim an den  meisten Zyklustagen zäh ist und den Muttermund  verschließt, verflüssigt  er sich kurz vor dem Eisprung und ermöglicht  so den Samenzellen den Weg  in die Gebärmutter. Dort können die  Samenzellen einige Tage überleben  und „auf die Eizelle warten“. Die  Eizelle selbst kann nur innerhalb  eines Tages nach dem Eisprung  befruchtet werden. Mit anderen Worten: Nur  an wenigen Tagen vor und  nach dem Eisprung können Sie schwanger werden.  Wenn keine  Schwangerschaft eintritt, unterbleibt der weitere Aufbau der   Gebärmutterschleimhaut und ein neuer Zyklus beginnt.

Ein Kind entsteht  1. Monat (1.- 4.Woche)
Bei   der Befruchtung bilden die Eizelle und die Samenzelle eine neue Zelle.   Sie teilt sich wiederholt und bildet schließlich eine Zellkugel. Diese   Zellkugel wandert innerhalb einer Woche durch den Eileiter in die   Gebärmutter und nistet sich dort wenig später ein. Die Zellkugel teilt   sich in den Embryo und die Plazenta (Mutterkuchen), die das Kind mit   allem versorgt, was es für seine Entwicklung benötigt. Umgeben ist der   Embryo vom schützenden Fruchtwasser. Am Ende des ersten Monats, d.h.   ungefähr 14 Tage nach der Befruchtung, ist er etwa 10 Millimeter groß.
In   der dritten Schwangerschaftswoche – gerechnet vom ersten Tag der   letzten Periode – , also wenn sich die befruchtete Eizelle noch auf dem   Weg zur Gebärmutter befindet, beginnt der Prozess der Organogenese,  der  Organentwicklung, der bis zur 14. Woche abgeschlossen ist. Schon  jetzt  sind bestimmte Eigenschaften des Kindes festgelegt,  beispielsweise  Körperform, Geschlecht, Augen- und Haarfarbe. Während  dieser Phase kann  es vermehrt zu Abgängen kommen. Vielleicht haben Sie  das Gefühl oder die  Gewissheit, dass eine Befruchtung stattgefunden  haben könnte, und sind  nicht weiter überrascht, dass die Monatsblutung  ausbleibt. Wenn Sie eine  Temperaturkurve führen, sehen Sie den  typischen Temperaturanstieg zur  Zeit des Eisprungs. Bleibt die  Temperatur auf dem höheren Niveau stehen,  ist dies ein Hinweis auf eine  stattgefundene Befruchtung.
Bereits  zwei bis drei Tage nach Ausbleiben der Periode können Sie  einen  Schwangerschaftstest durchführen. Ab dem 16. Tag nach der  Befruchtung  kann im Ultraschall das Fruchtbläschen sichtbar sein.

2. Monat (5.- 8.Woche)
Der   Blutkreislauf setzt ein, das Herz wird ausgebildet und beginnt zu   schlagen. Das Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt, die Arme und Beine   wachsen. Am Ende des zweiten Monats bilden sich Wirbel um das  Rückenmark  – die Wirbelsäule entsteht. Der Embryo ist auf 17 bis 22  Millimeter  gewachsen und wiegt etwa eineinhalb Gramm. Eine  Ultraschalluntersuchung  wird durchgeführt, um eine  Eileiterschwangerschaft auszuschliessen. Der  Geburtstermin wird  bestimmt. Morgens besteht häufig Übelkeit, oft bis  zur 12 Woche  wiederkehrend. Geringere Nahrungsaufnahme und sogar  Gewichtsverlust  stellen keine Gefahr für die Entwicklung der  Schwangerschaft dar.  Entsprechend der „Verunsicherungsphase“, in der Sie  sich befinden,  können Ängste, Unwohlsein oder andere psychosomatische  Beschwerden  auftreten. Häufig wird diese Zeit als sehr stressbelastet  erlebt.

3. Monat (9.-12.Woche)
Das  Baby übt  jetzt erste Bewegungen. Die Geschlechtsorgane bilden sich  aus. Es ist  schon auf neun Zentimeter gewachsen und wiegt 45 Gramm. Sie  fühlen sich  möglicherweise oft müde. Gönnen Sie sich häufiger eine  Ruhepause. Die  Messung der Nackenhautdicke wird per Ultraschall  durchgeführt. Sie ist  wichtig, um Hinweise auf eine mögliche Trisomie  zu erhalten. Ab der  zehnten Woche ist, zum Beispiel wenn erblich  bedingte Risiken vorliegen,  eine Chorionzottenbiopsie möglich. Die  Ergebnisse der Untersuchung  liegen nach wenigen Tagen vor und geben  Auskunft über tatsächliche,  chromosomenbedingte Risiken.

4. Monat (13.- 16.Woche)
Das   Baby bewegt sich immer häufiger, Sie können es aber noch nicht spüren.   Organe und Körpersysteme sind weitgehend ausgebildet. Der Embryo wird   nun Fötus genannt; der lateinische Begriff bedeutet „das Junge“. Das   zentrale Nervensystem des Kindes beginnt seine Bewegungsabläufe zu   steuern. Nach Ende des vierten Monats ist das Kind 14 cm lang und wiegt   110 Gramm. Wenn Sie 35 Jahre oder älter sind bzw. beim Vorliegen  erblich  bedingter Risiken kann jetzt die Amniozentese durchgeführt  werden. Auch  dabei ist es mit bestimmten Untersuchungstechniken  möglich, das  Ergebnis nach 2-3 Tagen zu erhalten.
In dieser Phase  der  Schwangerschaft ist es auch möglich, aus Ihrem Blut den sogenannten   „Triple-Test“ durchzuführen. Ihr Bauchumfang beginnt sichtbar zu   wachsen. Sie verspüren häufig Müdigkeit. Die Entscheidung für die   Schwangerschaft und das Kind, die Planung für die Zukunft und die   überschaubare Zeit bis zur Entbindung führen in aller Regel zu einer   Phase steigenden Wohlbefindens.

5. Monat (17.- 20.Woche)
Jetzt   können Sie die ersten Bewegungen des Kindes bemerken. Dies kann jedoch   auch erheblich später erfolgen (21.-22. SSW), besonders, wenn Sie zum   ersten Mal schwanger sind und diese Berührungen eines Kindes noch nicht   richtig kennen. Die Sinnesorgane bilden sich aus: Das Kind kann hören   und auf Geräusche mit Strampeln reagieren. Das Kind wiegt am Ende des   fünften Monats etwa 200 Gramm und ist 19 cm lang. Ihr Bauch wölbt sich.   Manche Kleidungsstücke werden zu eng. Häufiges Schwitzen ist normal;  es  hängt mit dem Anstieg der Körpertemperatur während der  Schwangerschaft  zusammen.

6. Monat (21. -24.Woche)
Bewegung   und Ruhe des Kindes wechseln sich ab. Der Schlaf-Wach-Rhythmus stellt   sich ein. Die Käseschmiere, die das Kind schützt und das Gleiten  während  der Geburt erleichtert, wird ausgebildet. Zum Ende des sechsten  Monats  erreicht die Gebärmutter die Nabelhöhe. Das Kind ist inzwischen  etwa 28  bis 30 cm lang und wiegt 500 bis 700 Gramm. Es wird nun der  „große  Ultraschall“ durchgeführt. Diese Ultraschall-Feindiagnostik  erlaubt eine  zusätzliche Fehlbildungsabklärung. Es sind jedoch nicht  alle  Erkrankungen im Ultraschall erkennbar und nicht jede Fehlbildung  ist zu  jeder Zeit sonographisch darstellbar.
Mit der Wahrnehmung der  ersten  Kindsbewegungen beginnt die „Konkretisierungsphase“. Sie spüren  das Kind  täglich ohne die Hilfe technisch-diagnostischer Verfahren.  Nahezu alle  Schwangeren empfinden die Beziehung als schön, und es  kommen Freude und  Erleichterung auf. Die Konkretisierungsphase zeichnet  sich gegenüber den  anderen Phasen durch das geringste Maß an negativen  Gefühlen, Ängsten  und Unsicherheiten aus. Sie bekommen mehr Vertrauen,  alles wird  konkreter. Auch der zukünftige Vater kann jetzt mehr  einbezogen werden;  seine Hand auf dem Bauch kann beruhigend auf das  Kind wirken. Gespräche,  Planung und Handlungen sind noch viel stärker  auf die Geburt und das  zukünftige Kind konzentriert.  (Schwangerschaftsgymnastik,  Geburtsvorbereitungskurse, Namensfindung,  Einrichtung des  Kinderzimmers). Sie sind auch als aktive Maßnahmen zur  Gestaltung der  neuen Lebenssituation zu verstehen und verstärken die  Gewissheit, sie  bestehen zu können. Ab der 20.-21. Woche kann es zu   Gebärmutterkontraktionen kommen; der Bauch wird manchmal hart.

Durch das Wachstum des Kindes können folgende Beschwerden auftreten:
  • Blähungen, Sodbrennen, Verstopfung
  • Rücken- und Kreuzschmerzen
  • Harndrang
  • Wadenkrämpfe – sie können durch Magnesiummangel verursacht sein
  • Hämorriden
  • Krampfadern, Ödeme
  • Kopfschmerzen
  • Hautjucken
  • Kreislaufprobleme

Erste Kontaktaufnahme mir der Hebamme, auch zur Planung des Geburtsvorbereitungskurses

7. Monat (25.- 28.Woche)
Ein   unverwechselbares Gesicht (Gesichtsphysiognomie) wird ausgebildet. Das   Baby kann Schluckauf bekommen, am Ende des siebten Monats die Augen   öffnen und hell und dunkel unterscheiden.Von diesem Monat an wachsen  die  Überlebenschancen für ein Frühgeborenes. Dennoch weisen viele  Kinder,  die jetzt schon geboren werden, gesundheitliche  Beeinträchtigungen auf.  Das Kind ist jetzt etwa 34 cm lang und wiegt  900 bis 1100 Gramm. Neben  den bereits beschriebenen Beschwerden spüren  Sie ab jetzt häufiger  Atemnot. Ihre eigenen Organe werden durch das  Baby aus ihrer normalen  Lage verdrängt. Auch Harndrang kann jetzt  wieder verstärkt auftreten.  Das Kind belastet Ihre Wirbelsäule;  versuchen Sie diese zu schonen.  Schlaflosigkeit kann auftreten – wenn  Sie ruhen wollen ist Ihr Kind  besonders aktiv! Ab jetzt werden in  2-wöchigen Abständen Kontrollen der  kindlichen Herztöne und möglicher  frühzeitiger Wehen (=CTG)  durchgeführt.

8. Monat (29.- 32.Woche)
Das  Kind  wächst und nimmt kontinuierlich zu. Der Geschmackssinn bildet  sich aus.  Die Bewegungen nehmen zu und werden kräftiger. Am Ende des  achten Monats  kann Ihr Kind schon 40 cm groß sein und 1600 bis 1800  Gramm wiegen.  Doppler-Ultraschall der Nabelschnur zur Überprüfung der  ausreichenden  Versorgung des Kindes. CTG-Kontrollen in 2-wöchigen  Abständen. Manchmal  Atemnot, Rückenschmerzen, Sodbrennen, Minderung der  Belastbarkeit vor  allem bei erhöhter Gewichtszunahme. Vorbereitend auf  die Geburt kann  sich die Gebärmutter zusammenziehen (erste Wehen).

9. Monat (33.- 36.Woche)
Ab  der 33.  Woche nimmt das Kind pro Woche etwa um 200 Gramm zu. Am Ende  des neunten  Monats ist es etwa 45 cm lang und wiegt 2400 bis 2750  Gramm. Neun von  zehn Kindern liegen bereits im neunten Monat mit dem  Kopf nach unten,  das heißt in der richtigen Geburtsposition. Die  Vorsorgeuntersuchungen  werden nun alle 14 Tage durchgeführt. Vier  Wochen vor dem errechneten  Geburtstermin sollten Sie Ihre Tasche für  die Klinikentbindung packen.
Beginn  der Vorbereitungsphase. Etwa  vier bis sechs Wochen vor der Geburt senkt  sich der Bauch, das Kind  rutscht mit dem Kopf ins Becken. Der Harndrang  wird häufiger. Es kann  auch zu unregelmäßigen Vorwehen kommen. Die  körperlichen Veränderungen  sind nun besonders beschwerlich. Die  Beweglichkeit ist deutlich  eingeschränkt, und zahlreiche  körperlich-seelische Beschwerden treten  auf oder nehmen in ihrer  Häufigkeit noch zu.
Dies führt zu negativen Gefühlsreaktionen.
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Kreislaufprobleme
  • Schlafstörungen
Bewusst  setzten sich die Schwangeren nunmehr häufig praktisch und  psychisch  mit der körperlichen Trennung von ihrem Kind auseinander. Mit  34 (+0)  Wochen beginnt der Mutterschutz. Er dauert bis 8 Wochen nach der  Geburt  des Kindes (bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen). Ab der  36.  Schwangerschaftswoche wöchentliche CTG Kontrollen.

10. Monat (31.- 40.Woche)
Das  Kind  produziert das Hormon Kortison, das seine Lungen für den  Zeitpunkt, wenn  es den Körper der Mutter verlässt, auf die eigene  Atmung vorbereitet.  Die Entwicklung des Kindes ist damit abgeschlossen,  es ist reif für die  Geburt. Das reife Kind ist im Durchschnitt 50 bis  54 cm lang und 3000  bis 3800 Gramm schwer. Zum Ende der Schwangerschaft  können die  Bewegungen des Kindes nachlassen; das Baby hat keinen Platz  mehr zum  Strampeln. Nur weniger als fünf Prozent aller Kinder liegen  in der  Steißlage, also mit den Füßen oder dem Po nach unten.
Sie  sehen deutlich, dass Sie selbst in viel stärkerem Maße zunehmen,  als  das Kind schwerer wird. Dies liegt daran, dass nicht nur das Kind   wächst, sondern dass auch andere Körperanteile und Flüssigkeiten   zunehmen. Die durchschnittlich 12 Kilogramm Gewichtszunahme setzen sich   wie folgt zusammen:
Gewicht des Kindes
3 400 Gramm

Plazenta
600 Gramm  

Fruchtwasser   
1 000 Gramm

Gebärmutter    
1 000 Gramm

Brust   
500 Gramm

Blut
1 500 Gramm   

Fett
1 750 Gramm   

Wasser
2 250 Gramm  

Summe
12 000 Gramm

 
Schwangerschaft
Wenn der Kinderwunsch erwacht- lernen sie ihren Zyklus kennen. Der  weibliche Zyklus beginnt am 1. Tag der Regelblutung(Menstruation) und  endet am Tag vor der nächsten Menstruation.
Ein typischer Zyklus verläuft folgendermaßen:

Während der  Regelblutung (meist 3-5 Tage) wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. In der ersten Zyklushälfte baut sich die Gebärmutterschleimhaut wieder neu auf und bereitet sich so darauf vor einen Embryo aufzunehmen. Während dieser Phase steigt die Östrogenkonzentration im Blut kontinuierlich an. Darauf folgt der steile  kurzfristige Anstieg des Hirnanhangsdrüsenhormons LH (luteinisierendes  Hormon) der ca. 24-36 Stunden später den Eisprung (Ovulation) auslöst:  Die reife Eizelle gelangt aus dem Eierstock in den Eileiter und wird  dort befruchtet. Der Eisprung findet typischerweise ca. 12-14 Tage vor  der nächsten Menstruation statt. Während der Muttermundschleim an den  meisten Zyklustagen zäh ist und den Muttermund verschließt, verflüssigt  er sich kurz vor dem Eisprung und ermöglicht so den Samenzellen den Weg  in die Gebärmutter. Dort können die Samenzellen einige Tage überleben  und „auf die Eizelle warten“. Die Eizelle selbst kann nur innerhalb  eines Tages nach dem Eisprung befruchtet werden. Mit anderen Worten: Nur  an wenigen Tagen vor und nach dem Eisprung können Sie schwanger werden.  Wenn keine Schwangerschaft eintritt, unterbleibt der weitere Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und ein neuer Zyklus beginnt.

Ein Kind entsteht  1. Monat (1.- 4.Woche)
Bei  der Befruchtung bilden die Eizelle und die Samenzelle eine neue Zelle.  Sie teilt sich wiederholt und bildet schließlich eine Zellkugel. Diese  Zellkugel wandert innerhalb einer Woche durch den Eileiter in die Gebärmutter und nistet sich dort wenig später ein. Die Zellkugel teilt sich in den Embryo und die Plazenta (Mutterkuchen), die das Kind mit allem versorgt, was es für seine Entwicklung benötigt. Umgeben ist der Embryo vom schützenden Fruchtwasser. Am Ende des ersten Monats, d.h. ungefähr 14 Tage nach der Befruchtung, ist er etwa 10 Millimeter groß.
In  der dritten Schwangerschaftswoche – gerechnet vom ersten Tag der letzten Periode – , also wenn sich die befruchtete Eizelle noch auf dem  Weg zur Gebärmutter befindet, beginnt der Prozess der Organogenese, der  Organentwicklung, der bis zur 14. Woche abgeschlossen ist. Schon jetzt  sind bestimmte Eigenschaften des Kindes festgelegt, beispielsweise  Körperform, Geschlecht, Augen- und Haarfarbe. Während dieser Phase kann  es vermehrt zu Abgängen kommen. Vielleicht haben Sie das Gefühl oder die  Gewissheit, dass eine Befruchtung stattgefunden haben könnte, und sind  nicht weiter überrascht, dass die Monatsblutung ausbleibt. Wenn Sie eine  Temperaturkurve führen, sehen Sie den typischen Temperaturanstieg zur  Zeit des Eisprungs. Bleibt die Temperatur auf dem höheren Niveau stehen,  ist dies ein Hinweis auf eine stattgefundene Befruchtung.
Bereits zwei bis drei Tage nach Ausbleiben der Periode können Sie  einen Schwangerschaftstest durchführen. Ab dem 16. Tag nach der  Befruchtung kann im Ultraschall das Fruchtbläschen sichtbar sein.

2. Monat (5.- 8.Woche)
Der  Blutkreislauf setzt ein, das Herz wird ausgebildet und beginnt zu schlagen. Das Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt, die Arme und Beine wachsen. Am Ende des zweiten Monats bilden sich Wirbel um das Rückenmark  – die Wirbelsäule entsteht. Der Embryo ist auf 17 bis 22 Millimeter  gewachsen und wiegt etwa eineinhalb Gramm. Eine Ultraschalluntersuchung  wird durchgeführt, um eine Eileiterschwangerschaft auszuschliessen. Der  Geburtstermin wird bestimmt. Morgens besteht häufig Übelkeit, oft bis  zur 12 Woche wiederkehrend. Geringere Nahrungsaufnahme und sogar  Gewichtsverlust stellen keine Gefahr für die Entwicklung der  Schwangerschaft dar. Entsprechend der „Verunsicherungsphase“, in der Sie  sich befinden, können Ängste, Unwohlsein oder andere psychosomatische  Beschwerden auftreten. Häufig wird diese Zeit als sehr stressbelastet  erlebt.

3. Monat (9.-12.Woche)
Das Baby übt  jetzt erste Bewegungen. Die Geschlechtsorgane bilden sich aus. Es ist  schon auf neun Zentimeter gewachsen und wiegt 45 Gramm. Sie fühlen sich  möglicherweise oft müde. Gönnen Sie sich häufiger eine Ruhepause. Die  Messung der Nackenhautdicke wird per Ultraschall durchgeführt. Sie ist  wichtig, um Hinweise auf eine mögliche Trisomie zu erhalten. Ab der  zehnten Woche ist, zum Beispiel wenn erblich bedingte Risiken vorliegen,  eine Chorionzottenbiopsie möglich. Die Ergebnisse der Untersuchung  liegen nach wenigen Tagen vor und geben Auskunft über tatsächliche,  chromosomenbedingte Risiken.

4. Monat (13.- 16.Woche)
Das  Baby bewegt sich immer häufiger, Sie können es aber noch nicht spüren.  Organe und Körpersysteme sind weitgehend ausgebildet. Der Embryo wird nun Fötus genannt; der lateinische Begriff bedeutet „das Junge“. Das zentrale Nervensystem des Kindes beginnt seine Bewegungsabläufe zu steuern. Nach Ende des vierten Monats ist das Kind 14 cm lang und wiegt  110 Gramm. Wenn Sie 35 Jahre oder älter sind bzw. beim Vorliegen erblich  bedingter Risiken kann jetzt die Amniozentese durchgeführt werden. Auch  dabei ist es mit bestimmten Untersuchungstechniken möglich, das  Ergebnis nach 2-3 Tagen zu erhalten.
In dieser Phase der  Schwangerschaft ist es auch möglich, aus Ihrem Blut den sogenannten  „Triple-Test“ durchzuführen. Ihr Bauchumfang beginnt sichtbar zu wachsen. Sie verspüren häufig Müdigkeit. Die Entscheidung für die Schwangerschaft und das Kind, die Planung für die Zukunft und die überschaubare Zeit bis zur Entbindung führen in aller Regel zu einer Phase steigenden Wohlbefindens.

5. Monat (17.- 20.Woche)
Jetzt  können Sie die ersten Bewegungen des Kindes bemerken. Dies kann jedoch  auch erheblich später erfolgen (21.-22. SSW), besonders, wenn Sie zum ersten Mal schwanger sind und diese Berührungen eines Kindes noch nicht  richtig kennen. Die Sinnesorgane bilden sich aus: Das Kind kann hören und auf Geräusche mit Strampeln reagieren. Das Kind wiegt am Ende des fünften Monats etwa 200 Gramm und ist 19 cm lang. Ihr Bauch wölbt sich.  Manche Kleidungsstücke werden zu eng. Häufiges Schwitzen ist normal; es  hängt mit dem Anstieg der Körpertemperatur während der Schwangerschaft  zusammen.

6. Monat (21. -24.Woche)
Bewegung  und Ruhe des Kindes wechseln sich ab. Der Schlaf-Wach-Rhythmus stellt sich ein. Die Käseschmiere, die das Kind schützt und das Gleiten während  der Geburt erleichtert, wird ausgebildet. Zum Ende des sechsten Monats  erreicht die Gebärmutter die Nabelhöhe. Das Kind ist inzwischen etwa 28  bis 30 cm lang und wiegt 500 bis 700 Gramm. Es wird nun der „große  Ultraschall“ durchgeführt. Diese Ultraschall-Feindiagnostik erlaubt eine  zusätzliche Fehlbildungsabklärung. Es sind jedoch nicht alle  Erkrankungen im Ultraschall erkennbar und nicht jede Fehlbildung ist zu  jeder Zeit sonographisch darstellbar.
Mit der Wahrnehmung der ersten  Kindsbewegungen beginnt die „Konkretisierungsphase“. Sie spüren das Kind  täglich ohne die Hilfe technisch-diagnostischer Verfahren. Nahezu alle  Schwangeren empfinden die Beziehung als schön, und es kommen Freude und  Erleichterung auf. Die Konkretisierungsphase zeichnet sich gegenüber den  anderen Phasen durch das geringste Maß an negativen Gefühlen, Ängsten  und Unsicherheiten aus. Sie bekommen mehr Vertrauen, alles wird  konkreter. Auch der zukünftige Vater kann jetzt mehr einbezogen werden;  seine Hand auf dem Bauch kann beruhigend auf das Kind wirken. Gespräche,  Planung und Handlungen sind noch viel stärker auf die Geburt und das  zukünftige Kind konzentriert. (Schwangerschaftsgymnastik,  Geburtsvorbereitungskurse, Namensfindung, Einrichtung des  Kinderzimmers). Sie sind auch als aktive Maßnahmen zur Gestaltung der  neuen Lebenssituation zu verstehen und verstärken die Gewissheit, sie  bestehen zu können. Ab der 20.-21. Woche kann es zu Gebärmutterkontraktionen kommen; der Bauch wird manchmal hart.

Durch das Wachstum des Kindes können folgende Beschwerden auftreten:
  • Blähungen, Sodbrennen, Verstopfung
  • Rücken- und Kreuzschmerzen
  • Harndrang
  • Wadenkrämpfe – sie können durch Magnesiummangel verursacht sein
  • Hämorriden
  • Krampfadern, Ödeme
  • Kopfschmerzen
  • Hautjucken
  • Kreislaufprobleme

Erste Kontaktaufnahme mir der Hebamme, auch zur Planung des Geburtsvorbereitungskurses

7. Monat (25.- 28.Woche)
Ein  unverwechselbares Gesicht (Gesichtsphysiognomie) wird ausgebildet. Das  Baby kann Schluckauf bekommen, am Ende des siebten Monats die Augen öffnen und hell und dunkel unterscheiden.Von diesem Monat an wachsen die  Überlebenschancen für ein Frühgeborenes. Dennoch weisen viele Kinder,  die jetzt schon geboren werden, gesundheitliche Beeinträchtigungen auf.  Das Kind ist jetzt etwa 34 cm lang und wiegt 900 bis 1100 Gramm. Neben  den bereits beschriebenen Beschwerden spüren Sie ab jetzt häufiger  Atemnot. Ihre eigenen Organe werden durch das Baby aus ihrer normalen  Lage verdrängt. Auch Harndrang kann jetzt wieder verstärkt auftreten.  Das Kind belastet Ihre Wirbelsäule; versuchen Sie diese zu schonen.  Schlaflosigkeit kann auftreten – wenn Sie ruhen wollen ist Ihr Kind  besonders aktiv! Ab jetzt werden in 2-wöchigen Abständen Kontrollen der  kindlichen Herztöne und möglicher frühzeitiger Wehen (=CTG)  durchgeführt.

8. Monat (29.- 32.Woche)
Das Kind  wächst und nimmt kontinuierlich zu. Der Geschmackssinn bildet sich aus.  Die Bewegungen nehmen zu und werden kräftiger. Am Ende des achten Monats  kann Ihr Kind schon 40 cm groß sein und 1600 bis 1800 Gramm wiegen.  Doppler-Ultraschall der Nabelschnur zur Überprüfung der ausreichenden  Versorgung des Kindes. CTG-Kontrollen in 2-wöchigen Abständen. Manchmal  Atemnot, Rückenschmerzen, Sodbrennen, Minderung der Belastbarkeit vor  allem bei erhöhter Gewichtszunahme. Vorbereitend auf die Geburt kann  sich die Gebärmutter zusammenziehen (erste Wehen).

9. Monat (33.- 36.Woche)
Ab der 33.  Woche nimmt das Kind pro Woche etwa um 200 Gramm zu. Am Ende des neunten  Monats ist es etwa 45 cm lang und wiegt 2400 bis 2750 Gramm. Neun von  zehn Kindern liegen bereits im neunten Monat mit dem Kopf nach unten,  das heißt in der richtigen Geburtsposition. Die Vorsorgeuntersuchungen  werden nun alle 14 Tage durchgeführt. Vier Wochen vor dem errechneten  Geburtstermin sollten Sie Ihre Tasche für die Klinikentbindung packen.
Beginn  der Vorbereitungsphase. Etwa vier bis sechs Wochen vor der Geburt senkt  sich der Bauch, das Kind rutscht mit dem Kopf ins Becken. Der Harndrang  wird häufiger. Es kann auch zu unregelmäßigen Vorwehen kommen. Die  körperlichen Veränderungen sind nun besonders beschwerlich. Die  Beweglichkeit ist deutlich eingeschränkt, und zahlreiche  körperlich-seelische Beschwerden treten auf oder nehmen in ihrer  Häufigkeit noch zu.
Dies führt zu negativen Gefühlsreaktionen.
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Kreislaufprobleme
  • Schlafstörungen
Bewusst setzten sich die Schwangeren nunmehr häufig praktisch und  psychisch mit der körperlichen Trennung von ihrem Kind auseinander. Mit  34 (+0) Wochen beginnt der Mutterschutz. Er dauert bis 8 Wochen nach der  Geburt des Kindes (bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen). Ab der  36. Schwangerschaftswoche wöchentliche CTG Kontrollen.

10. Monat (31.- 40.Woche)
Das Kind  produziert das Hormon Kortison, das seine Lungen für den Zeitpunkt, wenn  es den Körper der Mutter verlässt, auf die eigene Atmung vorbereitet.  Die Entwicklung des Kindes ist damit abgeschlossen, es ist reif für die  Geburt. Das reife Kind ist im Durchschnitt 50 bis 54 cm lang und 3000  bis 3800 Gramm schwer. Zum Ende der Schwangerschaft können die  Bewegungen des Kindes nachlassen; das Baby hat keinen Platz mehr zum  Strampeln. Nur weniger als fünf Prozent aller Kinder liegen in der  Steißlage, also mit den Füßen oder dem Po nach unten.
Sie sehen deutlich, dass Sie selbst in viel stärkerem Maße zunehmen,  als das Kind schwerer wird. Dies liegt daran, dass nicht nur das Kind wächst, sondern dass auch andere Körperanteile und Flüssigkeiten zunehmen. Die durchschnittlich 12 Kilogramm Gewichtszunahme setzen sich  wie folgt zusammen:

Gewicht des Kindes 3 400 Gramm   
Plazenta 600 Gramm  
Fruchtwasser 1 000 Gramm   
Gebärmutter 1 000 Gramm   
Brust 500 Gramm   
Blut 1 500 Gramm   
Fett 1 750 Gramm   
Wasser 2 250 Gramm  
Summe 12 000 Gramm   

Zunehmende Ungeduld und Nervosität sind normal. Der Geburtsbeginn  kündigt sich durch die Zunahme der Wehentätigkeit, den Abgang von  Schleim und Blut und eventuell einen Blasensprung an. Wenn Sie über  einen Zeitraum von einer Stunde regelmäßig im Abstand von zehn Minuten  Wehen haben, Ihre Fruchtblase platzt oder Sie eine leichte Blutung  feststellen, sollten Sie in die Klinik begeben. Die Geburt des Kindes  kann sich aber auch ganz normal verzögern. Ist der Geburtstermin  überschritten wird die Überwachung des Kindes mittels CTG und  Ultraschall engmaschiger. Je nach Befinden wird die Geburt gelegentlich  auch eingeleitet.

Gesunde Ernährung
Haben Sie sich bislang Gedanken über Ihre Ernährung gemacht?
Früher  sagte man, jede Schwangerschaft kostet eine Zahn. Uns stehen heute reichlich Lebensmittel zur Verfügung; eine ausgewogene Ernährung ist möglich und für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder besonders wichtig. Aber bereits vor der Schwangerschaft können Sie durch eine gesunde Lebensweise Ihren Körper vorbereiten. Sie brauchen kein „Mehr“ an Nahrung, Sie sollten aber auch nicht Diät halten um abzunehmen. Auf die Ausgewogenheit der Zusammensetzung kommt es an. Im Grunde ist eine gesunde Ernährung ganz einfach:
Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, nach Möglichkeit verteilt  auf fünf kleine Mahlzeiten am Tag. Stärkehaltige Kost, wie z.B. Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln oder Müsli sollten in Verbindung mit Gemüse den  Hauptbestandteil jeder Mahlzeit bilden. Greifen Sie bevorzugt zu Vollkornprodukten mit Ballaststoffen. Mageres Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Bohnen und Linsen sind wichtige Eiweißlieferanten und enthalten auch eine Reihe Vitamine und Mineralien. Diese Gruppe von Nahrungsmitteln sollte täglich auf den Speiseplan stehen. Schließen Sie  rohes Fleisch und Leber wegen möglicher Krankheitserreger aber völlig aus. Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark liefern zahlreiche wichtige Nährstoffe, dabei besonders viel Calcium, das für den Knochenaufbau von größter Bedeutung ist. Bevorzugen Sie hierbei fettarme  Produkte. Verringern Sie den Konsum von Zucker und Süßigkeiten, dazu  gehören auch zuckerhaltige Erfrischungsgetränke. Fohlsäure nehmen Sie  mit Blattgemüse, Broccoli, Hefe und Milch zu sich. In der  Schwangerschaft ist der Bedarf an Fohlsäure und Jod erhöht. Deshalb wird  den meisten Schwangeren auch bei ausgewogener und gesunder Ernährung  Jod als Nahrungsergänzung zugegeben.
Schon in der Planungsphase einer Schwangerschaft ist es zur  Risikominderung eines Neuralrohrdefekts („offener Rücken“) ratsam, mit  der Ergänzung von 0,4 mg Fohlsäure täglich zu beginnen und diese bis zur  12. Schwangerschaftswoche fortzuführen.
Sport während der Schwangerschaft und nach der Geburt
Die  Veränderungen der Schwangerschaft können die Formen körperlicher Aktivität beeinflussen. Die Gesundheit einer Schwangeren einschließlich  ihrer geburtshilflichen und gynäkologischen Risiken muss in Betracht gezogen werden, ehe ein Programm körperlicher Aktivität angeordnet wird.  Grundsätzlich ist die Teilnahme an Freizeitaktivitäten während der  Schwangerschaft ohne Gefahr. Jedoch sollte jede Sportart hinsichtlich  ihres individuellen Risikos und möglicher Gefahren beurteilt werden.  Aktivitäten, die mit der Gefahr eines Sturzes oder eines Bauchtraumas  verbunden sind, sollten in der Schwangerschaft vermieden werden. Auf  Tiefseetauchen muss während der gesamten Schwangerschaft verzichtet  werden, weil der Fet einem erhöhten Dekompressions-Risiko ausgesetzt  ist. Sofern keine medizinischen oder geburtshilflichen Komplikationen  vorliegen, sind dreißig Minuten oder länger einer mäßigen körperlichen  Aktivität täglich und wöchentlich empfehlenswert.
Körperliche  Aktivitäten sind auch zur primären Vorbeugung einer  Schwangerschaftsdiabetes nützlich, vor allem wenn durch alleinige Diät  keine Normalisierung des Blutzuckerspiegels erreicht werden kann. Ab dem  2. Drittel der Schwangerschaft führt das Liegen auf dem Rücken zu einer  Verminderung des Blutrückstroms zum Herzen, eventuell auch zu  Kreislaufschwäche. Rückenlage und längeres bewegungsloses Stehen sollten  deswegen auch beim Sport soweit als möglich vermieden werden.

Warnsymptome, bei den die sportliche Aktivität beendet werden muss:
  • Vaginale Blutung
  • Kurzatmigkeit vor der Übung
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Schmerzen oder Schwellung im Unterschenkel
  • Vorzeitige Wehentätigkeit
  • Abnahme der Kindsbewegungen
  • Abgang von Fruchtwasser

Empfohlen  
Schwimmen
Wandern, längere Spaziergänge
Radfahren
Leichtes Laufen
Atemgymnastik
Muskeltraining (leicht)
Entspannungsübungen
Yoga, Tai-Chi, Chi-Gong
Skilanglauf
Tanzen

Bedingt geeignet
Anstrengendes Laufen
Schnorcheln
Sauna (nur kurzfristig, nicht in den ersten Wochen)
Aerobic
Sport in großer Höhe (2000 m und höher sind nicht zu empfehlen)
Rudern
Bodenturnen
Segeln
Tischtennis

Nicht zu empfehlen
Sport mit harten Stößen und schnellen Beschleunigungen
Squash (für Ungeübte)
Tennis (für Ungeübte)
Tauchen (strengstens verboten)
Reiten (für Ungeübte)
Handball
Fußball
Kampfsport
Kraftsport
Fallschirmspringen, Drachenfliegen
Surfen
Alpinski (für Ungeübte)
Bodybuilding
    
Stammzellen
Es wird zunehmend die  Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, bei der Geburt des Kindes  Nabelschnurblut für den Eigengebrauch einfrieren zu lassen.
Die Gewinnung von Stammzellen aus der Nabelschnur ist in zweifacher Hinsicht von besonderer Bedeutung: Das Nabelschnurblut-Transplantat kann  zum einen als gerichtete Spende verwendet werden, also gezielt für ein  erkranktes Familienmitglied (unter 40 kg) und dies mit gutem klinischen  Erfolg. Zum anderen als ungerichtete Spende für die Behandlung Dritter.  In beiden Fällen handelt es sich um ein allogenes Nabelschnur-Transplantat. Mehrere tausend Transplantationen von allogenem Nabelschnurblut haben bereits weltweit stattgefunden.
Das Nabelschnur-Transplantat für den eigenen Bedarf ( autologes NS-Transplantat) einzulagern – was Eltern von entsprechenden privatwirtschaftlichen Firmen seit einigen Jahren besonders nahe gelegt  wird – ist unter Experten kritisch beurteilt. Die Kosten für diesen Service belaufen sich je nach Dauer der Einlagerung auf 1.300,- bis 3.300,- Euro. Eine medizinische Notwendigkeit für diese Vorgehen erscheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gegeben. Dies trifft selbst für die Leukämie zu, bei welcher eigene, möglicherweise erkrankte  Zellen verwendet werden. Bei kindlicher Leukämie werden vorzugsweise  fremde Transplantate eingesetzt.
Für die Behandlung von Erwachsenen reicht die Zahl der Stammzellen im Nabelschnurblut meist nicht aus. Doch zeichnen sich Entwicklungen für zukünftigen Therapien ab, welche die Einlagerung von NS-Blut auch rechtfertigen mögen. Hier können keine exakten Prognosen gegeben werden.  Vielleicht lassen sich in der Zukunft Stammzellen mit ihrer Möglichkeit  sich in ganz verschiedene Gewebe des Körpers zu entwickeln, tatsächlich  gegen Krebs, Herzinfarkt, Alzheimer, Diabetes und andere Krankheiten  einsetzen. Durch Forschung und den Austausch von Daten wird die zur Zeit  noch bestehende, unklare Situation letztlich zu eindeutigen Ergebnissen  kommen. Schon jetzt kann man sagen, dass Frauen, die sich entschließen,  das bei ihrer Geburt vorhandenen Nabelschnurblut einzulagern und nicht  zu entsorgen, am vorhandenen und zukünftigen wissenschaftlichen  Fortschritt teilhaben werden.
Schwangerschaftsstreifen
Bereits in der Pubertät  läuft ein Viertel aller Mädchen Gefahr, Dehnungsstreifen zu bekommen.  Übergewicht, gewisse hormonell bedingte Krankheiten und die langfristige  Behandlung mit Kortison sind einige der Ursachen. Am häufigsten treten  Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft auf – in dieser Zeit entstehen  bei manchen Frauen am Bauch, an den Oberschenkeln, Hüften und manchmal  auch an den Brüsten so viele Streifen, dass sie aus kosmetischer Sicht  ein Problem darstellen. Je jünger die Frau und je höher ihr Gewicht zu  Begin der Schwangerschaft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit dass  Streifen auftreten. Auch die erbliche Veranlagung spielt eine Rolle.

Über die Entstehung von Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft ist heute folgendes bekannt:
  • Der Körper der werdenden Mutter wird von weiblichem Hormonen  regelrecht überschwemmt. Gleichzeitig kommt es zu einem Anstieg des  Hormons Kortison, welches die Aktivität der Zellen in der Lederhaut  (Dermis) bremst. Die Folge: Diese Zellen (Fribroblasten) produzieren  weniger Collagen- und Elastinfasern, die ihrerseits für die Elastizität  und Spannung der Haut unentbehrlich sind. Die Haut wird anfälliger für  die Bildung von Schwangerschaftsstreifen.
  • Das Hormon Kortison aktiviert außerdem Enzyme, die die Collagen- und Elastinfasern zerstören und die zuvor durch eine Entzündung bislang unbekannter Ursache stimuliert werden.
  • Die mechanische Spannung, der die Haut durch die  schwangerschaftsbedingte Dehnung ausgesetzt ist, bedeutet Stress für  Friboblasten und führt wiederum dazu dass sie ihre Aktivität reduzieren.
  • All dies hat zur Folge, dass die Collagen- und Elastinfasern nicht  mehr wie normal über Kreuz angeordnet sind, um die Haut optimal zu  schützen. Statt dessen richten sich die Fasern nun parallel aus – in  Richtung der Dehnung der Haut. Das Stützgeweben reißt dabei jedoch  nicht.

Die Streifen verblassen nach und nach
Mit der  Zeit lassen Entzündung und Rötung nach, und die Fibroblasten stellen  neuen Fasern her, um den entstandenen leeren Raum aufzufüllen. Einige  Monate später nehmen alte Dehnungsstreifen eine perlmuttweiße Färbung an  und ähneln Narben – weil sie dieselben Entstehungsschritte durchlaufen  wie jene Narben, die sich nach einer äußerlichen Verletzung der Haut  bilden.
Vorbeugend sollen Sie häufige Massagen bis in die tieferen  Hautschichten am Bauch, Gesäß und Oberschenkeln mit Substanzen  durchführen, die die Hautfunktion anregen.

Gymnastik: Schnell wieder in Form
Je intensiver Sie  die körperlichen Rückbildungsvorgänge durch gezielte gymnastische  Übungen unterstützen, desto rascher werden Sie sich wieder fit fühlen  und die Figur in Form bringen. Doch nicht nur kosmetische Gründe wie  eine schöne, straffe Bauchdecke sprechen für die Gymnastik. Mit den  Übungen, die den Beckenboden straffen, kann auch einer Gebärmutter-senkung vorgebeugt werden. Und dies ist besonders wichtig, um Folgeprobleme zu vermeiden: Wenn sich durch den gedehnten Beckenboden  und die erschlaffte Muskulatur in diesem Bereich die Gebärmutter nach  unten senkt, verschiebt sie auch den Blasenausgang ein wenig. Außerdem  kann noch eine Schwäche des Balsenschließmuskels auftreten, wodurch die  sehr unangenehme Harninkontinenz entsteht:
Beim Bücken, Husten und  Heben geht unwillkürlich Urin ab. Es wird geschätzt, dass über die  Hälfte aller Frauen, die entbunden haben, zumindest vorrübergehend an  dem Problem der Inkontinenz leiden. Bei zehn bis zwanzig Prozent bleiben  die Beschwerden über längere Zeit bestehen. In solchen Fällen kann  manchmal nur noch eine Operation Abhilfe schaffen.

Nach dem Motto „Vorbeugen ist besser  als heilen“ können Sie mit Beckenboden-Übungen eine ideale  Wochenbett-Gymnastik durchführen.

Sofern die Geburt komplikationslos verlaufen ist und Sie sich wohl  fühlen, ist es durchaus möglich, mit dem Training schon einen Tag nach  der Geburt anzufangen. Bei einem Kaiserschnitt kann es sein, dass Sie  noch eine Weile abwarten müssen. Für die Kurse zur  Rückenbildungsgymnastik können Sie sich bei den Hebammen anmelden.
Übungen, die Sie im Rückbildungskurs lernen, sollten Sie dann zu  Hause konsequent fortsetzen – zehn Minuten täglich sind das Minimum.

Verhütung nach der Geburt
Der Zeitpunkt der ersten  Menstruation nach einer Schwangerschaft ist individuell sehr  unterschiedlich. Die erste Regelblutung tritt zwischen der 6. und der  24. Woche nach der Geburt ein. Davor ist ein Eisprung zwar selten, aber  nicht ausgeschlossen. Die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht also  auch in dieser Phase.
In der Stillperiode findet im allgemeinen kein  Eisprung statt, die erste Menstruation tritt erst gegen Ende der  Stillzeit ein. Der Empfängnisschutz in dieser Phase hängt von der  Häufigkeit und der Dauer ab, mit der das Kind gestillt wird.
Die stillende Mutter ist also nicht völlig vor einer erneuten Schwangerschaft geschützt, da – ebenso wie bei der nicht stillenden Frau  – vor der ersten Menstruation eine Eisprung erfolgen kann. Während der  Stillzeit gelten besondere Regeln, was die Wahl der Verhütungsmittel  anbelangt.
Kondom oder Diaphragma kommen für die meisten Paare wegen  der Handhabung und der gegenüber anderen Verhütungsmitteln geringeren  Zuverlässigkeit meist nur als vorübergehende Lösung in Betracht. Hat  sich die Gebärmutter innerhalb von ca. 8 Wochen nach der Geburt wieder  zurückgebildet, können Kupfer- oder „Hormon“-Spirale eingesetzt werden.  Die Kombinationspille („Mikropille“) sollte in der Stillphase nicht  angewandt werden, da die enthaltenen Östrogene die Menge und  Zusammensetzung der Muttermilch beeinflussen können.
Methoden, die nur Gelbkörperhormon in niedriger Dosierung enthalten  („Minipille“, „Dreimonatsspritze“) sind zuverlässige und  nebenwirkungsfreie Möglichkeiten der Verhütung. Bei endgültig  abgeschlossener Familienplanung sollte eine Sterilisation wegen der  höheren Sicherheit besser erst nach vollständiger Rückbildung der  Gebärmutter (8 Wochen) als unmittelbar im Wochenbett durchgeführt  werden.
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