Haarausfall - Dr. med. Christoph Bauer

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Dr. med. Christoph Bauer
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Hormon- und Stoffwechselerkrankungen cmi®
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Haarausfall
Haarausfall ist  fast immer ein großes psychisches Problem für die Betroffenen. Für  Männer, weil sich ihr äußeres Erscheinungsbild sehr verändert, für  Frauen, weil sie den Verlust ihrer Weiblichkeit befürchten.

Haarausfall – Wann kommt es dazu?
Haarausfall ist eigentlich etwas Normales, pro Tag verlieren wir im Durchschnitt bis zu 100 Haare.
Das hängt mit dem natürlichen Zyklus eines Haares zusammen:
Haarwachstum – Ruhephase– Ausfall – erneutes Haarwachstum
Dieser Wachstumsrhythmus der Haare wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst.

Kommt es zu massiven Störungen, kann vermehrter Haarausfall die Folge sein, z.B. durch
  • Hormonmangel
  • Vitamin- oder Mineralstoffmangel
  • Schwermetallbelastung / – Vergiftung
  • Schwere Erkrankungen, Unfälle oder Operationen
  • Medikamenteneinnahme
  • Entzündungen oder Allergien der Haut
  • Fehl-, bzw. Unterernährung
Sogenannter diffuser Haarausfall tritt häufig dann auf, wenn der Körper hormonelle Änderung erlebt.

Hormonell bedingter Haarausfall
  • Nach einer Schwangerschaft
  • Nach Absetzen einer Hormonmedikation
Auch  in den Wechseljahren kommt es oftmals zu Haarausfall. Der Grund ist  meist ein Mangel an Östrogen. In dieser Zeit des Ungleichgewichts   werden männliche Hormone immer wirksamer und können zu vermehrter   Köperbehaarung (Hirsutismus), manchmal auch zu Hautunreinheiten   führen.Hierbei passt sich das Haarwachstum meist innerhalb von 3 bis 6   Monaten der neuen Hormonkonstellation an, eine Therapie ist somit nicht notwendig.

Nicht hormonell bedingter Haarausfall
Ernährungsfehler  sind gelegentlich Ursache für vermehrten Haarausfall. Hier ist vor  allem ein Mangel an Zink, Eisen, Vitamin B12,  Folsäure u.a. bedeutsam.  Vergiftungen durch bestimmte Schwermetalle (Blei, Quecksilber,  Thallium, Selen u.a.) sind zwar möglich, kommen in  der Praxis aber  selten vor. Andere Formen des Haarverlustes (Alopezia  areata) sind  vermutlich immunologisch bedingt. Sie sind oftmals gar  nicht oder nur  sehr eingeschränkt zu therapieren.

Diagnose des Haarausfalls
Je frühzeitiger hormonelle Störungen durch eine Analyse erkannt werden, desto gezielter kann Haarausfall therapiert werden.
Folgende Hormonuntersuchungen können hierzu hilfreich sein:
  • Testosteron
  • DHEA-S
  • SHBG
  • 3-alpha-Androstandiol

Wie behandelt man Haarausfall?
Bei  Hinweisen auf ein Defizit weiblicher Hormone (Östrogenmangel) ist die  zusätzliche Untersuchung der Eierstockfunktion sinnvoll.

Bei  entsprechendem klinischen Verdacht sollte eine   Schilddrüsenfunktionsstörung als Ursache des Haarausfalls  ausgeschlossen werden. Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel kann ggf.  durch eine Blutanalyse erkannt werden. Besteht der Verdacht auf eine   Schwermetallvergiftung, so ist ihr Nachweis durch eine gezielte Urin-   oder Blutanalyse möglich.
Bei  hormonell bedingtem Haarausfall ist meist eine effektive Therapie  durch  Ausgleich des Hormonmangels oder- Überschuss möglich.

Sind   fehlende Vitamine- oder Mineralstoffe die Ursache, so kann der Mangel   durch entsprechende Nahrungsergänzungen ausgeglichen werden (siehe   auch: Orthomolekulare Medizin). Bei Vergiftungen muss die Ursache der  Schwermetallbelastung gesucht werden.

Wichtig: Haare wachsen relativ langsam. Therapieerfolge sind somit erst nach frühestens 2-3 Monaten zu erwarten.
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