Oxidativer - Dr. med. Christoph Bauer

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Dr. med. Christoph Bauer
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Hormon- und Stoffwechselerkrankungen cmi®
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Oxidativer Stress
Ohne Sauerstoff  wäre ein Leben auf dieser Erde nicht möglich. Aber  Sauerstoff kann auch  zerstören – wenn er bestimmte chemische Reaktionen  (Oxidationen)  auslöst. Wenn Eisen rostet, ein Apfel fault oder Butter ranzig wird,  ist dies Folge einer Reaktion der Nahrungsmittel mit  Sauerstoff.

Oxidationen im menschlichen Körper – Oxidativer Stress
Auch  im menschlichen Körper finden Oxidationsprozesse statt, zum  Beispiel  wenn aufgenommene Bakterien oder Pilze abgetötet werden.  Verantwortlich  hierfür sind sogenannte „freie Radikale“  –  Sauerstoffarten, die besonders reaktionsfreudig sind. Kommt es nun –   aufgrund schädlicher Einflüsse oder verminderter Abwehrbereitschaft   Ihres Körpers – zu einer unnatürlichen Vermehrung der freien Radikale,   so ist Ihre Gesundheit ernsthaft gefährdet. – Sie leiden unter „oxidativem Stres".

Welche Faktoren bewirken eine unnatürliche Vermehrung von freien Radikalen?
Zu einer unnatürlich schnellen Vermehrung von freien Radikalen, aggressiven Sauerstoffmolekülen, im Körper tragen u.a. bei:
  • UV-Strahlen
  • Medikamente
  • Alkohol
  • Zigarettenrauch
  • Stress mit Verminderung der Immunabwehr
  • Chronische Erkrankungen
  • Luftverschmutzung
  • Pestizide
  • Schwermetalle

Welche Krankheiten können durch freie Radikale entstehen?
Die Entstehung folgender Krankheiten wird durch freie Radikale begünstigt:
  • Asthma
  • Grauer Star
  • Diabetes mellitus
  • Arteriosklerose
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Multiple Sklerose
  • Morbus Alzheimer
  • Morbus Parkinson
  • Krebs
  • Herzinfarkt

In mehr als 90 % der Fälle sind freie Radikale an der Entstehung von Krebs beteiligt.
Wie schützt sich Ihr Körper vor freien Radikalen?

Um  die wichtigsten Zellstrukturen vor einer Schädigung durch freie   Radikale zu bewahren, hat jede Zelle spezifische Schutzmechanismen.   Bestimmte Enzyme können die aggressiven Sauerstoffradikale abfangen.   Diese Verbindung nennt man „Antioxidanzien„. In einer gesunden Zelle sind genügend dieser Enzyme vorhanden und die Zelle ist so vor oxidativem Stress geschützt.

Den   Zellen stehen auch nicht-enzymatische Antioxidanzien zur Verfügung. Zu diesen gehören Vitalstoffe wie Vitamin E, Vitamin C, Beta Karotin   (Provitamin A), verschiedene Spurenelemente, Coenzym Q10 und sekundäre   Pflanzenstoffe.
Diese Vitalstoffe muss der Mensch über die Nahrung   aufnehmen. Das wichtigste Antioxidanz ist das Vitamin E. Es schützt vor   allem die Lipide der Zellmembranen. Vitamin E soll eine Schutzwirkung   gegen Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Arteriosklerose und   Krebs besitzen. Vitamin C unterstützt Vitamin E beim Abfangen der  freien Radikale, indem es verbrauchtes Vitamin E wieder regeneriert.   Beta-Karotin hemmt die Oxidation von Fetten.

Wenn  Ihr Körper nicht ausreichend mit Antioxidantien versorgt wird, kann er  einer Vermehrung  von freien Radikalen langfristig nicht  entgegenwirken.

Was können Sie selbst tun?

Antioxidanzien und ihr Vorkommen in der Nahrung:    

Vitamin E Weizenkeime, Nüsse, Mais, Sonnenblumen und deren Öle

Vitamin C Zitrusfrüchte, Kiwi, Beeren, Paprika, Brokkoli

Beta-Karotin Karotten, Aprikosen, Süßkartoffeln, Spinat, Leber, Eigelb

Coenzym Q10 Pflanzenöle, Nüsse, fetter Fisch, Innereien

Selen Fleisch, Vollkornprodukte

Sekundäre Pflanzenstoffe Tomaten, Rotwein, Tee, alle Gemüse    

Wie kann man oxidativen Stress erkennen?
Durch eine Blut- bzw. Urinuntersuchung kann nachgewiesen werden, ob ihr Körper genügend Schutz gegen freie Radikale bietet.

Wird  ein Antioxidanzien-Mangel festgestellt, kann anhand der  Testergebnisse  präzise bestimmt werden, wo dieser Mangel besteht: im  Zellkern, in der  Zellmembran oder in den Blutfetten.

Auf  Grundlage der Ergebnisse kann dann zum Ausgleich ein gezieltes  Konzept  der Nahrungsergänzung (Vitamine, Spurenelemente) erstellt  werden.
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